Getrieben von der Angst?

Die Politik unserer Zeit wird von Angst bestimmt, heißt es. Diese Angst treibe die Bevölkerung in die Arme von Populisten. Dies zeige sich an der Wahl von Donald Trump, am Brexit und am Erstarken von  rechten Parteien und Bewegungen. Die Angst ist ein stetiger Begleiter des Menschen, doch die Wahrnehmung von und das Reden über Ängste verändern sich. Dieser Beitrag wirft ein paar Schlaglichter auf die Bedeutung der Angst im Politischen, ihre Bedeutung für Identitäten und auf mögliche Strategien im Umgang mit der Angst.

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Sechstes großes Artensterben der Erdgeschichte

Wir erleben zurzeit das sechste große Aussterben von Arten der Erdgeschichte. Das fünfte und damit bisher letzte große Artensterben fand vor 65 Millionen Jahren statt und bedeutete unter anderem das Ende der Dinosaurier. Ein Team von Wissenschaftlern um Gerardo Ceballos hat die Rate des Artensterbens berechnet. Dabei gingen sie gegenüber vergleichbaren Studien von extrem konservativen Schätzungen aus. Dennoch kamen sie zu dem Ergebnis, dass das Artensterben im vergangenen Jahrhundert 100 Mal höher lag als die sonst übliche Rate von 2 ausgestorbenen Säugetierarten pro 10.000 Arten in 100 Jahren.

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Wertdenken vernichtet Leben

Im vorangehenden Beitrag ging es um die institutionelle Massenvernichtung von Leben. Die sozialen Spielregeln unserer Welt bringen jedes Jahr 18 Millionen Menschen den Tod durch Mangelernährung. Warum ist das so? Wagen wir einen radikalen Blick darauf, was wir bisher über das Menschsein zu wissen glaubten. Moralische Überheblichkeit, so meine zentrale These, führt uns an den Abgrund der Existenz unserer Spezies.

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Massenvernichtung durch Hunger

„Der Hunger ist mit Abstand der Hauptgrund für Tod und Verlust auf unserem Planeten. (…) Im Jahr sterben rund 70 Millionen Menschen, davon 18 Millionen durch Hunger und Unterernährung“, schreibt der Schweizer Soziologe Jean Ziegler1. Ziegler war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, 2012 erschien sein Buch Wir lassen sie verhungern2. In diesem Beitrag geht es um die institutionalisierte Vernichtung von Leben: Heute, fast überall auf dem Planeten Erde.
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Woran mangelt es? Das Elend des süchtigen Konsumverhaltens

Was fehlt mir eigentlich?

Wir brauchen und verbrauchen immer mehr, um Befriedigung zu erlangen. Wirtschaftswachstum ist weiterhin eines der Hauptziele von Politik und Wirtschaft. Immer noch mehr vom Selben? Das klingt nach Dosissteigerung und Kontrollverlust.

In dem folgenden Beitrag geht es mir darum, den engen Zusammenhang von Konsum und Sucht zu schildern. Weiterlesen

Lasst Theorien sterben…

„Ist «irren menschlich», so ist es offenbar noch menschlicher, mühsam errungene Irrtümer trotz aller widerstreitenden Tatsachen zu verteidigen“ (Diekmann) [1].

„Nichts ist praktischer als eine gute Theorie“, besagt ein Sprichwort. „In gewisser Weise ist ein theoretisches Modell mit einer Landkarte vergleichbar. Die Landkarte soll die Wirklichkeit nicht fotografisch abbilden, sondern die wesentlichen Merkmale und Zusammenhänge hervorheben“ [2]. Die Landkarte ermöglicht uns eine Orientierung in der Welt. Sie prägt gleichzeitig die Art, wie wir die Welt entdecken. Wege, die in der Karte nicht verzeichnet sind, werden kaum beschritten. Das hat wiederum Einfluss auf die Theoriebildung: Selten beschrittene Wege werden seltener in Karten eingezeichnet.

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